Jana El Ayachi

Die Berufsbezeichnung Heilpraktikerin

Heilpraktiker/in ist eine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung für Personen, die nach dem deutschen Heilpraktikergesetz von 1939 in der jeweils geltenden Fassung eine staatliche Erlaubnis besitzen, die Heilkunde auszuüben, ohne über eine ärztliche Approbation zu verfügen. Der Heilpraktiker übt seinen Beruf eigenverantwortlich aus.

Die Berufsbezeichnung Heilpraktiker/in darf nach einer bestandenen amtsärztlichen Prüfung getragen werden, die aus einer schriftlichen und einer mündlichen Komponente besteht.

Folgende Fachgebiete sind insbesondere Gegenstand der amtsärztlichen Überprüfung:

Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen
Kenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von Volkskrankheiten, Pathologie des Menschen
Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohlicher Zustände
Techniken der klinischen Befunderhebung (Diagnose, Differentialdiagnose, klinische Untersuchungen wie Inspektion, Palpation, Auskultation, Perkussion und Funktionsprüfungen der Organe und Körpersysteme
Deutung grundlegender Laborwerte
Injektions- und Punktionstechniken, Blutabnahme Berufs- und Gesetzeskunde (einschließlich der gesetzlichen Pflichten und Einschränkungen)